Tiger, Leoparden, wilde Elefanten und über 500 verschiedene Vogelarten machen den Corbett-Nationalpark auf jeden Fall die Reise wert, um der Hektik der Grossstadt zu entfliehen und die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu betrachten.
Der Park ist 521 km2 gross und wird vom Ramnaga-Fluss durchquert. Mit über 130 hier lebenden Tigern weist der Park eine der höchsten Besiedlungsdichten auf. Der Park ist von Mitte Juni bis Mitte Oktober geschlossen.
Corbett-Nationalpark
Jim Corbett Der Namensgeber
Es mutet komisch an, dass der bekannteste indische Nationalpark nach einem ehemaligen Grosswildjäger benannt wurde. Dem englischen Jäger muss man aber zu gute halten, dass er sich im Alter zum Naturbewahrer gewandelt hatte. 1936 nahm er entscheidenden Anteil an der Gründung des ersten Nationalparks Indiens. Dieser hiess ursprünglich Hailey-Nationalpark, wurde jedoch 1957 in Corbett-Nationalpark umbenannt. Heute beherbergt das ehemalige Wohnhaus des Briten ein Museum.
Artenreichtum
Seine Nähe zum Himalayavorgebirge und der Gangesebene beschert dem Park eine grosse Artenvielfalt. Rotwild, Krokodile, Affen, Wildschweine, Elefanten und Schakale sind gut zu beobachten. 1974 wurde - ökologischen Bedenken zum Trotz ein See aufgestaut, welcher den Elefanten Lebensraum wegnahm. Der See wiederum zog etwa 500 Vogelarten an, was dieses Naturschutzgebiet für Ornithologen zum interessantesten Park Indiens macht. Seine Bekanntheit beruht aber in erster Linie auf den gut 130 Tigern, welche hier leben. Kein anderes Reservat kann eine solch hohe Besiedlungsdichte dieser Raubkatzen aufweisen. Die Aktion «Project Tiger» wurde 1973 hier ins Leben gerufen.
