Indien besitzt nach Brasilien die zweitgrösste Fauna der Welt. Neben den bekannten Tieren wie Tiger, asiatische Löwen, Panzernashörner und Elefanten existieren in Indien eine wirklich grosse Anzahl Hirsch- und Antilopengattungen, sowie Kragenbären, Leoparden und Schneeleoparden.
Indien ist ein Paradies für Ornithologen, die hier im Winter in manchen Parks über 500 verschiedene Vogelarten antreffen, welche zum Teil von Sibirien hierher zum Brüten kommen. Unsere Spezialisten beraten Sie gerne.
- Die meisten der Nationalparks sind vom 1. Juli bis zum 15. Oktober geschlossen.
Gut zu Wissen
Projekt Tiger
Das Projekt Tiger wurde 1973 unter Ministerpräsidentin Indira Gandhi lanciert mit dem Ziel, den vor dem Aussterben bedrohten Tiger zu retten. Damals lebten nämlich gerade mal gut 1'800 dieser grossartigen Tiere in Indien. In den folgenden drei Jahrzehnten wurden die Erfolge dieses Projekts Jahr für Jahr mit viel Geld und noch mehr Publicity gefeiert.
In der Folge gingen Schätzungen sogar bis über 4'300 Tiere, um sich dann 1989 bei 4'000 überlebenden Tigern einzupendeln. 2005 wurde die letzte wirklich seriöse Zählung durchgeführt mit dem ernüchternden Resultat, dass es vermutlich weniger als 1'500 in freier Wildbahn lebende Tiger gibt.
Innerhalb von 2 Jahren wurden in vielen Parks Indiens die seltenen Raubkatzen zur Hälfte dezimiert. Jedes Jahr werden wegen der enormen Nachfrage aus China und Japan mehrere hundert dieser einzigartigen Katzen gewildert.
Zudem ist der Bevölkerungsdruck auf die geschützten Parks eines der Hauptprobleme Indiens. Zweifel sind angebracht, ob der Tiger in Indien in Zukunft eine dauerhafte Überlebenschance hat.
