Madurai ist eine Stadt, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Es ist eine der ältesten Städte Südindiens und äusserst lebendig. Die Strassen sind überfüllt mit Menschen, Rikschas, Velos und Autos.
Im Mittelpunkt steht der Meenakshi-Tempel mit seinen hohen Gopurams. Diese sind mit einer schier unglaublichen Fülle verschiedenartiger Abbilder von Göttern, Göttinnen und Tieren bedeckt. Im Tempel selbst herrscht von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang ein Treiben, so emsig wie im Bienenhaus. Bis zu 10000 Menschen besuchen ihn täglich.
Madurai erleben
Märkte
Madurai bietet viele schöne Märkte in die man eintauchen kann. Eine wahre Attraktivität für Augen, Nase und Ohren ist der Obst- und Gemüsemarkt, der sich durch viele verwinkelte Gassen erstreckt. Haufenweise Ware wird angeboten und die Einheimischen Handeln emsig über die Preise. Man könnte meinen, die Zeit sei hier stehengeblieben. Eine Steigerung für die Sinnesorgane ist der Blumenmarkt, der leider etwas ausserhalb des Obstmarktes residiert. Ein Meer von Farben und Düften und prächtige Blumen wohin man sieht. Rote, grüne, gelbe, violette, weisse kunstvoll zusammengesteckte Gebinde und Blumengirlanden. Farbenprächtigere Fotosujets sind wohl schwer zu finden.
Sri-Meenakshi-Tempel
Das Wahrzeichen Madurais ist die 6 Hektar grosse Anlage mit ihren zwölf riesigen Tempeltürmen. Tausende von bunten Dämonen, Asketen, Götterfi guren, Tieren und Fabelwesen zieren die bis 60 Meter hohen Gopurams (Tortürme). Der aus dem 12. 13. Jahrhundert stammende Tempel beeindruckt mit seiner wunderschönen Architektur. Zum Beispiel die 1000-Säulen-Halle mit ihren massiven und wiederum verzierten Säulen. Es ist ein Muss, sich in den Strom von Pilgern, Hochzeitspaaren, Musikern und Familien, die täglich herbeiströmen, zu begeben und die spezielle Atmosphäre zu geniessen. Der Tempelteich eignet sich mit seinen Stufen hervorragend, sich aus dem Geschehen wieder herauszunehmen und etwas zur Ruhe zu kommen. Rasch wird einem bewusst: Der Tempelkomplex hat eine grosse Bedeutung als Ort der Besinnung und ist ist sozialer Mittelpunkt in der städtischen Betriebsamkeit.
Ein weiterer Anziehungspunkt ist der Tempelelefant. Gegen eine kleine Gabe berührt der Elefant den Kopf des Spenders mit seinem Rüssel und segnet ihn. Elefanten sind üblich in Hindutempeln und werden auch zu Zeremonienzwecken eingespannt. Des weiteren leben im Tempel Kühe, zwei Kamele sowie Papageien, welche trainiert sind, die Namen der Götter auszusprechen.

