Unbekannt, ursprünglich, zauberhaft. Das Land des Donnerdrachens (Druk Yül), erst seit 1974 für Touristen bereisbar, kann man sich als das mystische Sanghri-La, das verlorene Paradies der ewigen Jugend, vorstellen.
Wer Ruhe sucht, sich für die Schönheit unberührter Landschaften und traditioneller Kulturen begeistern lässt, ist im Bhutan bestens aufgehoben. Kuzuzangbo la!
Bhutan erleben
Land
Das Königreich Bhutan liegt an den Südhängen des östlichen Himalayas und ist mit einer Oberfläche von 38'394 km² etwa so gross wie die Schweiz. Das Land liegt zwischen Tibet und Indien und gliedert sich geografisch in drei Landschaften:
- Südliche Duar-Ebene, (ca. 300 Meter über Meer, tropisches Klima)
- Zentral-Bhutan auf 2'000 - 3'000 Meter gelegen (gemässigtes kontinentales Klima)
- Hochgebirgsregion Lunana mit dem höchsten Berg des Landes, dem 7'554 Meter hohen Kula Kangri (sehr kalte Winter und kühle Sommer)
Umweltschutz und Nachhaltige Entwicklung sind in Bhutan gross geschrieben: 72% des Landes sind bewaldet, 26% sind als Tierreservate und Nationalparks geschützt, das ganze Land ist rauchfrei.
Bhutan legt Wert auf nationale Symbole: Es gibt eine nationale Blume (blauer Mohn), ein nationales Tier (Takin), einen nationalen Vogel (Rabe) und einen nationalen Baum (Zypresse). Der Staat hat eine eigene Philosophie entwickelt und 2008 führte das Parlament den Begriff des «Gross national happiness» als Nationalziel ein. Dieses «Bruttosozialglück» beruht auf vier Säulen - gute Regierungsführung, ökonomische Entwicklung, Umwelterhaltung und Förderung der Kultur. Somit soll die Lebensqualität gesteigert und eine nachhaltige Modernisierung mit den uralten bhutanischen Traditionen in Einklang gebracht werden.
Auch wenn Bhutan kein «Shangri-La» ist, bleibt es für den Reisenden ein verstecktes Paradies: Häuser mit farbenprächtigen Fensterrahmen und Schindeldächern, Eichenwälder, holzgedeckte Brücken, kunstvoll geflochtene Zäune, flatternde Gebetsfahnen Eindrücke, die für immer im Gedächtnis bleiben.
Zentral-Bhutan
Nomadenfestival, Naturparks und heilige Klöster sind die Hauptattraktionen der Regionen von Trongsa und Bumthang. Unvergesslich!
Ost-Bhutan
Die Region lädt den Reisenden ein in eine Welt der unerforschten Wanderungen, historischen und kulturellen Highlights mit grandiosen Szenerien und Naturwundern. Die Ortschafte Mongar, Lhuntse, Tashi Yangtse, Tashigang und Samdrup Jongkhar werden in dieser Gegend besichtigt.
Süd-Bhutan
Die Naturthermalbäder von Dunmang, die wunderschönen Naturparks und die farbenfrohen Festbräuche der Lhotsampa-Bevölkerung werden Sie bezaubern.
West-Bhutan
Thimpu, Paro, Punakha, Taktshang Goemba (Tigernest) sind geschichtsträchtige und faszinierende Orte, die nur darauf warten, entdeckt zu werden. Erleben Sie einen 360o Blick auf die bezaubernden Himalaya-Landschaften vom Dochula Pass aus.
Leute
Die offizielle Zahl von ca. 700'000 Bewohner, ursprünglich Drukpa genannt (Bewohner von Druk Yül), setzt sich aus drei ethnischen Gruppen zusammen: Den Ngalongs, die im Mittelalter aus dem Tibet eingewandert sind, den Sharchopa, aus den östlichen Bergen stammend und den Lhotsampas, Einwanderern aus Nepal. Buddhismus ist die Religion der Mehrheit, während Hinduismus von den Lhotsampas praktiziert wird.
Die Sozialstrukturen in Bhutan sind flexibel, Frau und Mann rechtlich gleich gestellt und Aufstiegsmöglichkeiten in Gesellschaft oder Erziehung hängen nicht vom sozialen Rang oder der Geburt ab.
Die offizielle Sprache Bhutans ist das Dzongkha, das ursprünglich nur im Westen des Landes gesprochen wurde. Erst seit 30 Jahren gibt es eine Schriftsprache, vorher wurde von den wenigen Schriftkundigen nur Choekey geschrieben, die "religiöse Sprache", die dem klassischen Tibetisch entspricht. Im ganzen Land werden ca. 20 verschiedene Dialekte gesprochen.
Sitten
Respektsbezeichnungen gegenüber Höhergestellten und älteren Leuten sind in der bhutanischen Gesellschaft unumgänglich. Als Tourist muss man es vermeiden, den Kopf einer anderen Person zu berühren oder die Füsse einem anderen Mensch direkt entgegenzustrecken. Auf keinen Fall mit übereinander geschlagenen Beinen sitzen. Rauchen während eines Gespräches ist verpönt (in Bhutan herrscht striktes Rauchverbot in der Öffentlichkeit). Nein zu sagen gilt als genauso unhöflich wie die eigene Meinung starr zu vertreten, so dass es dem Gesprächspartner nicht möglich ist, einen Ausweg zu finden, wenn er eine abweichende Meinung vertritt. Deswegen werden Ausdrücke wie «vielleicht» gerne verwendet. Geschenke sollten niemals in Gegenwart des Schenkenden geöffnet werden. Gastfreundschaft wird mit dem Anbieten von Tee oder Alkohol unterstrichen: Nicht sofort zusagen, aber auch nicht ablehnen - eine Kunst, die Sie nach kurzer Zeit in Bhutan beherrschen werden!
Informationen zu Bhutan
Einwohner und Sprache
Ungefähr 690'000 Menschen. Die Landessprache ist Dzongkha, daneben werden zahlreiche weitere tibet-birmanische Sprachen und Dialekte gesprochen.
Fläche
38'394 km² meist bergiges Gebiet.
Hauptstadt und Politik
Thimphu ist die Hauptstadt und mit ca. 50'000 Einwohner auch die grösste Stadt des Landes. Die konstitutionelle Monarchie wurde seit 1972 von König Jigme Singye Wangchuk angeführt. Seit dem 6. November 2008 hat Bhutan nun den weltweit jüngsten König. Jigme Khesar Namgyal Wangchuck erhielt die «Rabenkrone» aus den Händen seines Vaters. Das Parlament wird alle 3 Jahre wieder gewählt.
Wirtschaft
Mit 90% aller Beschäftigten in der Landwirtschaft ist Bhutan ein Agrarland. Diese macht aber lediglich ca. 40% des Bruttoinlandproduktes aus. Die Industrie trägt 35% bei und der Rest stammt aus dem Dienstleistungssektor. Haupthandelspartner des Landes ist Indien.
Religion
Die Staatsreligion ist der Buddhismus, daneben gibt es rund 20% Hindus und eine kleine muslimische Minderheit im Süden.
Währung
Die bhutanesische Währung heisst Ngultrum (Nultrum gesprochen). Sie ist an die indische Rupie gekuppelt und wird auch zum gleichen Kurs gehandelt.
Währungsrechner
Visum
Für die Einreise benötigen Sie ein Visum. Dieses wird von Inditours für Sie eingeholt. Ein Visum für Bhutan kann nur in Verbindung mit einer Pauschalreise eingeholt werden.
Zeitverschiebung
Mitteleuropäische Zeit (MEZ) + 5 Stunden. Während der europäischen Sommerzeit beträgt der Zeitunterschied + 4 Stunden.
Beste Reisezeit
Die beste Zeit für eine Bhutanreise sind die Monate März bis Mai sowie September bis November.
Kleidung
Aufgrund der Höhenlage ist warme Kleidung das ganze Jahr über erforderlich. Weiterhin unerlässlich sind Regenjacken sowie ein guter Sonnenschutz. Auf freizügige Kleidung sollte aus Respekt gegenüber der einheimischen Kultur verzichtet werden.
Natur
Die atemberaubende Bergwelt des Himalaya, ausgiebige Rundblicke auf die märchenhaft schöne Landschaft des zum grossen Teil mit dichten Wäldern bedeckten Landes ein Aufenthalt in Bhutan garantiert ein unvergessliches Naturerlebnis!
Kulinarisches
Bhutans Küche ist der indischen sehr verwandt. Als Nationalgericht gilt jedoch «Ema Datsi», ein Gemisch aus Käse und Chili, das wegen der Schärfe nicht für alle Besucher gaumentauglich ist. Das beliebteste Getränk der Bhutanesen ist der Buttertee.
Festivals
Bhutan ist bekannt für seine Feste. Unterschieden wird zwischen den weltlichen und den religiösen Festen. Die religiösen Feierlichkeiten sind wichtiger und auch häufiger. Guru Rinpoches Taten werden mit spektakulären Maskentänzen jeder mit seiner eigenen Bedeutung und Bogenschiessturnieren gefeiert. Diese werden von Mönchen und Laien in Trachten auf- und durchgeführt. Als musikalische Begleitung wird auf langen Hörnern geblasen und zwischen den Vorstellungen unterhalten Clowns die von überall herbeigeströmten Zuschauer. Die Bhutanesischen Feste dienen vor allem dem Zweck, den Glauben in den Buddhismus zu stärken und die Freunde und Familien wiederzusehen.
Hotels in Bhutan
In den letzten Jahren sind in Bhutan ausgezeichnete Hotels entstanden, die sich in punkto Qualität mit Luxushotels auf der ganzen Welt ohne Probleme messen können. Die traditionellen Unterkünfte reichen von guten Mittelklasshotels in Phuentsholing, Paro, Thimphu, Punakha und Bumthang bis zu sehr einfachen, aber sauberen Unterkünften in den ländlichen und östlichen Regionen des Landes.
Klima
Sehr unterschiedliches Klima. Im Süden herrscht ein tropisches Klima, mit einer Monsunzeit im Juli / August, während die Täler Zentralbhutans ein gemässigtes Klima aufweisen. Im Gebirge sind die Winter extrem streng und die Sommer eher kühl.
| Klimatabelle | Temperatur | Jan. | Feb. | März | Apr. | Mai | Juni | Juli | Aug. | Sept. | Okt. | Nov. | Dez. |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Paro | Maximum | 9 | 14 | 15 | 17 | 23 | 26 | 27 | 25 | 23 | 19 | 11 | 14 |
| Minimum | 6 | 2 | 1 | 5 | 11 | 14 | 15 | 15 | 12 | 7 | 2 | 2 | |
| Punakha | Maximum | 16 | 19 | 21 | 24 | 27 | 31 | 32 | 31 | 30 | 28 | 22 | 19 |
| Minimum | 4 | 5 | 9 | 11 | 14 | 19 | 21 | 20 | 20 | 19 | 13 | 6 |

