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Bhutan - Land des Drachen

Bhutan - Land des Drachen

Mitten in der fantastischen Himalaya-Kulisse liegt das winzige Königreich Bhutan. Jahrhundertelang von der Welt komplett abgeschlossen, geht das Land bis heute seinen eigenen Weg.

Bhutans Kultur ist intakt geblieben und bietet heute ein Bild, wie es wohl Heinrich Harrer vor über 50 Jahren auf seiner Reise in Tibet gesehen hat. Überlieferte Bräuche, Trachten und Bauten vermitteln bei Ankunft denn auch einen ersten, prägenden Eindruck, abgesehen von den hochkarätigen Landschaften, an denen sich das Auge des westlichen Besuchers so gar nicht satt sehen kann.

Informationen zu Bhutan

Einwohner und Sprache

Ungefähr 690 000 Menschen leben nach letzten Schätzungen in Bhutan. Die Landessprache ist Dzongkha, daneben werden zahlreiche weitere tibeto-birmanische Sprachen und Dialekte gesprochen.

Fläche

46 500 km2 meist bergiges Gebiet. Ein Grossteil von Bhutan ist bewaldet.

Hauptstadt und Politik

Thimphu ist die Hauptstadt und mit ca. 50 000 Einwohner auch die grösste Stadt des Landes. Die konstitutionelle Monarchie wurde seit 1972 von König Jigme Singye Wangchuk angeführt. Seit dem 6. November 2008 hat Bhutan nun den weltweit jüngsten König. Jigme Khesar Namgyal Wangchuck erhielt die «Rabenkrone» aus den Händen seines Vaters. Das Parlament wird alle 3 Jahre wieder gewählt.

Wirtschaft

Mit 90% aller Beschäftigten in der Landwirtschaft ist Bhutan ein Agrarland. Diese macht aber lediglich ca. 40% des Bruttoinlandproduktes aus. Die Industrie trägt 35% bei und der Rest stammt aus dem Dienstleistungssektor. Haupthandelspartner des Landes ist Indien.

Religion

Die Staatsreligion ist der Buddhismus, daneben gibt es rund 20% Hindus und eine kleine muslimische Minderheit im Süden.

Währung

Die bhutanesische Währung heisst Ngultrum (Nultrum gesprochen). Sie ist an die indische Rupie gekuppelt und wird auch zum gleichen Kurs gehandelt.
Währungsrechner

Visum

Für die Einreise benötigen Sie ein Visum. Dieses wird von Inditours für Sie eingeholt. Ein Visum für Bhutan kann nur in Verbindung mit einer Pauschalreise eingeholt werden.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) + 5 Stunden. Während der europäischen Sommerzeit beträgt der Zeitunterschied + 4 Stunden.

Beste Reisezeit

Die beste Zeit für eine Bhutanreise sind die Monate März bis Mai sowie September bis November.

Kleidung

Aufgrund der Höhenlage ist warme Kleidung das ganze Jahr über erforderlich. Weiterhin unerlässlich sind Regenjacken sowie ein guter Sonnenschutz. Auf freizügige Kleidung sollte aus Respekt gegenüber der einheimischen Kultur verzichtet werden.

Natur

Die atemberaubende Bergwelt des Himalaya, ausgiebige Rundblicke auf die märchenhaft schöne Landschaft des zum grossen Teil mit dichten Wäldern bedeckten Landes – ein Aufenthalt in Bhutan garantiert ein unvergessliches Naturerlebnis!

Kulinarisches

Bhutans Küche ist der indischen sehr verwandt. Als Nationalgericht gilt jedoch «Ema Datsi», ein Gemisch aus Käse und Chili, das wegen der Schärfe nicht für alle Besucher gaumentauglich ist. Das beliebteste Getränk der Bhutanesen ist der Buttertee.

Festivals

Bhutan ist bekannt für seine Feste. Unterschieden wird zwischen den weltlichen und den religiösen Festen. Die religiösen Feierlichkeiten sind wichtiger und auch häufiger. Guru Rinpoches Taten werden mit spektakulären Maskentänzen – jeder mit seiner eigenen Bedeutung – und Bogenschiessturnieren gefeiert. Diese werden von Mönchen und Laien in Trachten auf- und durchgeführt. Als musikalische Begleitung wird auf langen Hörnern geblasen und zwischen den Vorstellungen unterhalten Clowns die von überall herbeigeströmten Zuschauer. Die Bhutanesischen Feste dienen vor allem dem Zweck, den Glauben in den Buddhismus zu stärken und die Freunde und Familien wiederzusehen.

Hotels in Bhutan

In den letzten Jahren sind in Bhutan ausgezeichnete Hotels entstanden, die sich in punkto Qualität mit Luxushotels auf der ganzen Welt ohne Probleme messen können. Die traditionellen Unterkünfte reichen von guten Mittelklasshotels in Phuentsholing, Paro, Thimphu, Punakha und Bumthang bis zu sehr einfachen, aber sauberen Unterkünften in den ländlichen und östlichen Regionen des Landes.

Klima

Sehr unterschiedliches Klima. Im Süden herrscht ein tropisches Klima, mit einer Monsunzeit im Juli / August, während die Täler Zentralbhutans ein gemässigtes Klima aufweisen. Im Gebirge sind die Winter extrem streng und die Sommer eher kühl.

Klimatabelle Temperatur Jan. Feb. März Apr. Mai Juni Juli Aug. Sept. Okt. Nov. Dez.
ParoMaximum91415172326272523191114
 Minimum–6215111415151272–2
PunakhaMaximum161921242731323130282219
 Minimum45911141921202019136

Bhutan erleben

Paro

Der Kyichu-Dzong, älteste Tempelstätte Bhutans, zählt zu den wichtigsten Tempeln des Landes. Auch das Drugyel-Dzong, die Festungsruine im Parotal mit unvergleichlichem Blick zum heiligen Berg Jhomolhari (7316 m), ist ein Besuch wert. Das runde Fort Ta-Dzong beschützte das Parotal vor tibetischen Eindringlingen und ist heute Bhutans Nationalmuseum mit einer exzellenten Antiquitätenkollektion.

Nicht zu vergessen das Tigernest: Das bekannte Kloster liegt auf einem Felsvorsprung hoch über dem Parotal.

Punakha

Punakha war bis 1966 die Hauptstadt Bhutans. Mit 1350 m Ü. M. ist Punakha der tiefste Punkt im Westen des Landes mit milderem Winterwetter als Thimphu. Grund genug, dass der Je Khenpo, das religiöse Oberhaupt, zusammen mit den meisten Mönchen Thimphus, im wärmeren Punakha überwintert.

Bumthang

In und um Bumthang besichtigen Sie die religiösen Stätten Jampa-Lkakhang und Kurjey-Lhakhang. Die Legende besagt, dass der Jampa-Lkakhang im 7. Jahrhundert als erster Tempel Bhutans eingeweiht wurde. Kurjey gehört zu den heiligsten Orten. Guru Rinpoche hat hier meditiert und seinen Körperabdruck auf einem Felsen hinterlassen.

Thimphu

Der imposante Tashichho-Dzong, die Klosterburg der glorreichen Religion, von Hand ohne einen einzigen Nagel gebaut, ist Amtssitz des Königs. 2000 Minister und Beamte sowie 1000 Mönche arbeiten hier. Vor Sonnenaufgang und nach Sonnenuntergang haben Frauen keinen Zutritt. 1968, beim Aufenthalt von Indiens Premierministerin Indira Gandhi, wurde mit dieser Tradition für einmal gebrochen. Der Memorial Chorten, zum Gedenken des 1972 verstorbenen 3. Königs erbaut, bildet den Mittelpunkt Thimphus. Auf dem betriebsamen Markt wird alles feilgeboten – ganz gleich ob Yak, Käse oder religiöse Medaillons.

Ostbhutan

Auf der Fahrt in den rauen Norden passieren Sie Mongar. Hier sind die Täler wie Schluchten, durchzogen von reissenden Gebirgsflüssen. Auf schmalen Strassen führen unzählige Kurven an wehenden Gebetsfahnen und tosenden Wasserfällen vorbei, hinauf zu spektakulären Passhöhen. In Ostbhutan ist das Klima milder als in den übrigen Landesteilen. Die ersten Bewohner, die Sharchops, sind in vorgeschichtlicher Zeit eingewandert und sprechen heute noch ihre eigene Sprache. Im äussersten Osten, kurz vor Indien, befinden sich die Hochtäler Merak und Sakteng. Hier lebt das Volk der Brokpa, bekannt wegen ihrer ungewöhnlichen Tracht aus Yakfell und Yakhaar.

Bhutan's Klosterburgen

Einen besonderen Reiz stellen die wenigen Klosterburgen (Dzongs) dar, die besucht werden dürfen. Ähnlich dem Potala in Lhasa stehen sie mächtig und imposant in meist grandioser Umgebung. Gebaut für die Ewigkeit und schon seit Jahrhunderten Horte weltlicher und geistiger Führung. Bhutan ist in der Tat anders: spirituell, friedlich, harmonisch – wahrscheinlich ganz einfach ziemlich glücklich. Das Land ermöglicht ungeschminkte, einmalige Einblicke in eine Welt in der Bhutans gewählter Mittelweg bis jetzt funktioniert hat. Nämlich das einträchtige Miteinander von moderner Entwicklung und überlieferten Traditionen.

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